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Little Brother

Der kleine Bruder des Hermanndenkmals

In der Zeit von 1820 bis 1914 sind über 5 Mio. Deutsche nach Amerika ausgewandert. Auffällige Auswanderungswellen finden wir immer wieder zu Zeiten wirtschaftlicher Krisen (Zeiten wie z.B. vor der industriellen Revolution um 1840 und um 1880). Aber auch politische Gründe waren häufig Ursachen, nach der gescheiterten Revolution von 1848 Deutschland zu verlassen.

So wurde das Gebiet des mittleren Westens Hauptsiedlungsgebiet der deutschen Auswanderer. Die Gründung der Stadt New Ulm im Jahre 1855 steht im direkten Zusammenhang mit deutschen Emigranten nach 1848.

Julius Berndt, Architekt und Baumeister

Mit dem Ziel, die deutsche Bevölkerung, Kultur und Sprache zu erhalten, wurde der Orden bzw. die Loge der „Hermann’s Söhne“ im Jahre 1840 in New York von amerikanischen Bürgern deutscher Abstammung gegründet. Die erste Loge im Staate Minnesota entstand 1870 in St. Pauls.

Der Orden war eine humanitäre Vereinigung, frei von Politik und religiösen Ambitionen. Inzwischen ist aus der Loge eine Versicherungsgesellschaft geworden. So ergab es sich, dass der spätere Architekt des Denkmals, Julius Berndt, sein Lebenswerk darin sah, die Verbindung zu seinem Mutterland kulturell durch die Errichtung dieses Monumentes zu erhalten. New Ulm hatte zur Zeit der ersten Überlegungen von Julius Berndt lediglich 4.000 Einwohner. 1862 kam es zu einem Indianderaufstand der Sioux gegen die deutschen Siedler. Die Stadt wurde bis auf 30 Häuser zerstört.

Berndt fasste 1881 den Entschluss, ein Hermannsdenkmal unter der Regie der „Hermann’s-Söhne“ zu errichten. 1888 schließlich traf man sich zur Grundsteinlegung.
Da auch Berndt, ähnlich wie sein Architekten-Kollege von Bandel, an chronischem Geldmangel litt, wurde das Denkmal in New Ulm erst am 25. September 1897 fertiggestellt und eingeweiht.

Es bestehen viele persönliche Kontakte zwischen der Denkmal-Stiftung und den Trägern des New Ulm-Denkmals.

Zum 125-jährigen Jubiläum des „Großen Bruders“ vom 16. bis 20. August im Jahre 2000 konnten in Detmold viele US-Besucher begrüßt werden.

 

Mehr zum kleine Hermann finden Sie hier: Hermann Heigths Monument

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