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13. August 2025

Influencer seit 1875 – KI trifft Kultur

KreativInstitut.OWL und Landesverband Lippe bringen das Hermannsdenkmal mittels KI in die sozialen Medien.

Zum 150. Jubiläum des 1875 eingeweihten Hermannsdenkmals starteten im Juli das KreativInstitut.OWL (KIO) und der Landesverband Lippe (LVL) unter dem Titel “KI-Hermann” eine KI-Kampagne auf den sozialen Plattformen, die das Wahrzeichen als digitale Figur neu denkt. Generative KI setzt das Hermannsdenkmal in Reels und Bildserien in Szene – als humorvoller Einstieg in eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Bildauthentizität, Medienvertrauen und kultureller Verantwortung im Zeitalter generativer KI.

„Das Hermannsdenkmal ist ein zentrales Symbol der Region Lippe”, sagt Arne Brand, Allgemeiner Vertreter des Verbandsvorstehers des Landesverbands Lippe. „Mit dem KI-Hermann zeigen wir, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind – im Gegenteil: Sie eröffnen neue Formen der Teilhabe und Vermittlung. Wir freuen uns, dieses Projekt als Landesverband Lippe zu begleiten.“

Arminius trifft auf Algorithmus
Ausgangspunkt des Projekts war zunächst eine einfache Frage: Was passiert eigentlich, wenn ein Denkmal mithilfe künstlicher Intelligenz zum Leben erwacht? Das Team vom KIO nutzt dafür aktuelle Verfahren der Bild- und Videogenerierung. Kern der Bildwelt ist ein eigens trainiertes LoRA-Modell (Low-Rank Adaptation), dass die charakteristischen Merkmale des Hermannsdenkmals erfasst und in neue Bildkontexte überträgt. Neben der Bildgenerierung kommen Verfahren zur Videogenerierung und -bearbeitung zum Einsatz.

Wie das aussieht, zeigte bereits der Auftakt: Ein Interview mit Arne Brand direkt am Denkmal wurde von einem Reel begleitet, in dem der Eindruck entsteht, der „Hermann“ bewege sein Schwert. Zwei Wochen später folgte ein Auftritt des „KI-Hermann“ bei Radio Lippe; die Interview-Highlights wurden anschließend als Reels auf Instagram veröffentlicht.

„Wir wollen mit der Kampagne nicht nur zeigen, wozu KI heute fähig ist, sondern nachvollziehbar machen, was dahintersteckt – wie diese Inhalte entstehen, welche Daten und Werkzeuge wir nutzen und wo Verantwortung beginnt“, sagen Anna-Lena Büker und Lutz Gottschalk vom KreativInstitut.OWL, die das Projekt konzipiert haben und umsetzen. „Deshalb öffnen wir bewusst den Blick hinter die Kulissen: Wie entstehen KI-generierte visuelle Inhalte? Welche Daten und Tools kommen zum Einsatz – und vor allem: Wie gehen wir als Gesellschaft verantwortungsvoll mit neuen Technologien wie KI um?“

Inhaltliche Tiefe trotz zielgruppengerechter Ansprache
Das Projekt ist bewusst niedrigschwellig und für soziale Medien wie Instagram konzipiert. Es nutzt popkulturelle Referenzen, Ironie und eine prägnante Bildsprache, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen – dort, wo KI längst Teil des Medienalltags ist: in Reels, Feeds und Memes.

„Wir wollen mit dem ‚KI-Hermann‘ Neugier wecken“, sagt Guido Falkemeier, Leiter des KreativInstitut.OWL. „Der Hermann bleibt ein Denkmal und wird zugleich zum Botschafter der Gegenwart: Er stößt Gespräche über KI und Medienwandel an.“

Ziel ist es, neue Wege der Vermittlung zu erproben – jenseits klassischer Formate und nah an der Lebenswelt digitaler Nutzer:innen. Das Projekt setzt auf Sensibilisierung, nicht auf Belehrung.

Ergänzend erscheinen auf www.hermann.institute die „Hermann Insights“, die technischen Hintergründe, rechtliche Fragen und medienethische Zusammenhänge erläutern.

Über das Projekt

Der „KI-Hermann“ ist ein kooperatives Projekt des KreativInstitut.OWL und des Landesverbands Lippe. Es verbindet künstlerische Medienpraxis, technologische Forschung und gesellschaftlichen Diskurs. Das Projekt ist Teil des Jubiläumsprogramms „150 Jahre Hermannsdenkmal“.

Zur Projektseite: www.hermann.institute 
Instagram: @hermannsdenkmal_detmold & @kreativinstitut.owl 

KreativInstitut.OWL: Kreative Forschung aus Ostwestfalen-Lippe

Das KreativInstitut.OWL ist ein interdisziplinärer Hochschulverbund, der TH OWL, Universität Paderborn und Hochschule für Musik Detmold, mit Sitz am Detmolder Kreativ Campus. In Zusammenarbeit mit regionalen Akteur:innen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft, entwickelt es innovative Projekte an der Schnittstelle zwischen künstlerischer Praxis, technologischer Forschung und Wissenstransfer. Das Institut wird als Projekt des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Mehr erfahren unter: https://kreativ.institute/de

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